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Bundesregierung setzt auf klimaresiliente und digitale Kommunen

Hitzewellen, Starkregen, Wohnraummangel und knappe Kassen verändern die Aufgaben der Städte und Gemeinden grundlegend. Mit dem Stadtentwicklungsbericht 2025 legt die Bundesregierung nun ihre Leitlinien für die kommenden Jahre vor. Der Bericht zeigt, welche Schwerpunkte Bund, Länder und Kommunen künftig gemeinsam setzen sollen – von mehr Grün in den Städten über neue Wohnquartiere bis hin zu digitalen Planungsprozessen.

Selbst den letzten Zweiflern müsste vor dem Hintergrund der jüngsten Hitzewelle in Europa klar geworden sein, dass Städte nur dann lebensfähig bleiben, wenn sie sich wandeln. Konkret heißt das: Wenn sie sich an den Klimawandel anpassen und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern einen Lebensraum zur Verfügung stellen, der auch unter extremen Bedingungen funktioniert. Daran hat auch die Bundesregierung in ihrem aktuellen Stadtentwicklungsbericht gedacht. Die Anpassung an den Klimawandel zählt darin zu den wichtigsten Aufgaben der Stadtentwicklung.

Städte und Gemeinden sollen öffentliche Räume widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen machen. Mehr Grünflächen, Wasserflächen und eine klimaangepasste Infrastruktur spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Bund will die Kommunen dabei weiterhin über die Städtebauförderung unterstützen. Dafür stehen in diesem Jahr erstmals eine Milliarde Euro Bundesmittel zur Verfügung. Gefördert werden unter anderem die Sanierung öffentlicher Gebäude, die Aufwertung von Ortszentren, neue Grün- und Freiflächen sowie soziale Infrastruktur in den Quartieren.

Nach den Worten von Bundesbauministerin Verena Hubertz entscheidet Stadtentwicklung darüber, wie Menschen künftig wohnen, arbeiten und zusammenleben. Investitionen in lebenswerte Quartiere stärkten deshalb unmittelbar die Lebensqualität vor Ort.

Bestand und Ortskerne gewinnen an Bedeutung

Der Bericht macht deutlich, dass sich Stadtentwicklung künftig nicht allein auf neue Baugebiete konzentrieren wird. Ebenso wichtig wird die Weiterentwicklung bestehender Quartiere. Innenstädte, Ortskerne und Wohnviertel sollen attraktiver, klimafreundlicher und sozial ausgewogener werden.

Auch der Ausbau nachhaltiger Mobilität sowie leistungsfähiger technischer und sozialer Infrastruktur gehört zu den zentralen Handlungsfeldern. Ziel ist eine integrierte Stadtentwicklung, die Wohnungsbau, Verkehr, Klimaschutz und soziale Entwicklung gemeinsam betrachtet.

Orientierungsrahmen bleibt dabei die "Neue Leipzig-Charta", die soziale, ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander verbindet und sowohl Städte als auch ländliche Räume in den Blick nimmt.

Digitalisierung soll Planungen beschleunigen

Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts ist die Digitalisierung der Stadtentwicklung. Digitale Planungsinstrumente sollen Genehmigungen beschleunigen, Verwaltungsabläufe transparenter machen und Kommunen bei strategischen Entscheidungen unterstützen.

Für Städte und Gemeinden bedeutet dies, dass digitale Werkzeuge künftig stärker in der Bauleitplanung, Quartiersentwicklung und Infrastrukturplanung eingesetzt werden sollen. Ziel ist es, Planungsprozesse effizienter zu gestalten und die Kommunen angesichts wachsender Herausforderungen handlungsfähig zu halten.

Der Stadtentwicklungsbericht versteht sich damit zugleich als politische Agenda für die kommenden Jahre. Angesichts des Klimawandels, des demografischen Wandels und des anhaltenden Wohnraummangels setzt der Bund auf eine enge Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen. Im Mittelpunkt stehen lebenswerte, klimaresiliente und zukunftsfähige Städte und Gemeinden.