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Baden-Württemberg bündelt Hitzeschutz in neuer Taskforce

Nach den Hitzewellen der vergangenen Wochen richtet Baden-Württemberg eine landesweite Hitze-Taskforce ein. Ziel ist es, bestehende Maßnahmen besser zu koordinieren, Einrichtungen widerstandsfähiger zu machen und Kommunen beim Hitzeschutz zu unterstützen.

Mit Blick auf künftig häufiger auftretende Extremhitze hat Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand eine Hitze-Taskforce eingerichtet. Sie soll die bereits bestehenden Aktivitäten von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und weiteren Akteuren enger vernetzen und den gesundheitlichen Hitzeschutz im Land weiter ausbauen. Grundlage ist zunächst eine Bestands- und Bedarfsanalyse, aus der konkrete Maßnahmen wie Hitzeschutzpläne für Einrichtungen entwickelt werden sollen.

Hot-Spots identifiziert

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das Kompetenzzentrum „Klimawandel und Gesundheit“ im Landesgesundheitsamt. Gleichzeitig verweist das Sozialministerium auf zahlreiche bereits umgesetzte Maßnahmen: Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen arbeiten mit Feuerwehr und Gesundheitsämtern zusammen, haben Hitzeaktionspläne erstellt oder sogenannte Hot-Spots identifiziert, an denen besonders gefährdete Menschen im Ernstfall schnell unterstützt werden können. Auch Hinweise zur sachgerechten Lagerung hitzeempfindlicher Arzneimittel gehören zum Maßnahmenpaket.

Regelmäßige Befragungen 

Das Ministerium appelliert zudem an die Bevölkerung, besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Pflegebedürftige, Schwangere, Säuglinge oder Menschen mit körperlich belastender Arbeit im Blick zu behalten. Auch viele Städte und Gemeinden haben inzwischen eigene Hitzeschutzmaßnahmen oder Hitzeaktionspläne entwickelt. Um diese Aktivitäten landesweit sichtbar zu machen, führt das Landesgesundheitsamt regelmäßig Befragungen unter den Kommunen in Baden-Württemberg durch.