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Verkehrssicherheit vor Ort stärken

Gute Ideen für mehr Verkehrssicherheit sind gefragt: Der Verkehrspräventionspreis Baden-Württemberg geht in die nächste Runde. Ab sofort können Projekte eingereicht werden, die dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und Menschen im Straßenverkehr besser zu schützen.

Niemand soll im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt werden – diese klare Zielsetzung steht hinter der Vision Zero, die Baden-Württemberg als Leitbild für seine Verkehrssicherheitsarbeit verfolgt.

Ein Blick auf die aktuelle Verkehrsunfallstatistik zeigt jedoch, wie groß die Herausforderungen weiterhin sind: Im ersten Halbjahr 2025 ging die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg zwar leicht zurück, ebenso die Zahl der Schwerverletzten. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Verkehrstoten deutlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Insgesamt wurden 150.957 Verkehrsunfälle verzeichnet, bei denen 2.699 Menschen verletzt wurden – ein Rückgang gegenüber 2024. 188 Menschen verloren jedoch ihr Leben, was einem Anstieg von rund 17,5 Prozent entspricht. Damit kam es statistisch gesehen im Durchschnitt zu einem tödlichen Verkehrsunfall pro Tag.

Preis für lokale Ideen zu mehr Verkehrssicherheit: Bewerbungen ab sofort möglich

Verkehrssicherheit ist keine abstrakte Strategie, sondern eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Kommunen und Zivilgesellschaft. Wie dieses Ziel mit konkreten Ideen vor Ort mit Leben gefüllt werden kann, zeigt der Verkehrspräventionspreis Baden-Württemberg.

Ab sofort können sich Einzelpersonen, Initiativen, Vereine, Schulen sowie kommunale Akteure für den Verkehrspräventionspreis Baden-Württemberg 2026/2027 bewerben. Der Preis wird seit 1994 im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR vergeben und zeichnet Projekte aus, die einen nachhaltigen Beitrag zur Verkehrsunfallprävention leisten.

Gesucht werden kreative, praxisnahe Ansätze, die das Verhalten im Straßenverkehr positiv beeinflussen und die Sicherheit für alle erhöhen – ob auf dem Schulweg, im Berufsverkehr oder in der Freizeit. Besonders gefragt sind Projekte, die lokal verankert sind und zeigen, wie Verkehrssicherheit konkret umgesetzt werden kann.

Ein gelungenes Beispiel für kommunales Engagement kommt aus Marbach am Neckar: Dort setzt sich die Projektgruppe „Schulweghelden“ seit mehreren Jahren für sichere Schulwege ein. In enger Zusammenarbeit von Schule, Eltern, Stadt und weiteren Partnern wird unter anderem das Konzept eines gemeinsamen Schulwegs zu Fuß umgesetzt. Für dieses Engagement wurde die Initiative im Jahr 2024 mit dem Verkehrspräventionspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet und gilt seither als Beispiel dafür, wie lokale Vernetzung, Prävention und Eigeninitiative zu mehr Sicherheit im Alltag beitragen können.

Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerbszeitraum 2026/2027 endet am 17. Dezember 2027. Die nächste Preisverleihung ist für 2028 geplant. Insgesamt stehen Preisgelder von bis zu 6.000 Euro zur Verfügung. Bewerbungen können online eingereicht werden.