Naturnahe Grünfläche mit Wildblumen und Mohnblüten
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Natur nah dran: Förderung für naturnahe Grünflächen

Baden-Württemberg verlängert das Projekt „Natur nah dran“ und unterstützt zehn weitere Kommunen bei der naturnahen Gestaltung ihrer Grünflächen. Wie können sich Städte und Gemeinden bewerben und welche Förderung erhalten sie?

Das Land Baden-Württemberg und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) setzen ihr gemeinsames Förderprojekt „Natur nah dran“ fort. Durch die Verlängerung bis Ende 2028 können im Jahr 2027 nochmals zehn Städte und Gemeinden unterstützt werden. Interessierte Kommunen haben bis zum 15. Januar 2027 Zeit, sich für die vorläufig letzte Förderrunde zu bewerben.

Ziel des Programms ist es, öffentliche Grünflächen ökologisch aufzuwerten. Aus herkömmlichen Rasenflächen, Verkehrsinseln oder Grünstreifen sollen artenreiche Blumenwiesen und Wildstaudenflächen entstehen. Damit werden neue Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Tiere geschaffen. Gleichzeitig können naturnahe Grünflächen zur Klimaanpassung beitragen, da viele heimische Wildpflanzen mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkommen.

Förderung: bis zu 15.000 Euro für Kommunen

Erfolgreiche Bewerber erhalten einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro. Gefördert werden 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Neben der finanziellen Unterstützung profitieren die Kommunen von fachlicher Beratung bei der Planung und Umsetzung. Hinzu kommen praxisnahe Schulungen für Beschäftigte kommunaler Bauhöfe und Gärtnereien. Auch die langfristige Pflege der umgestalteten Flächen wird begleitet.

Seit dem Projektstart 2016 wurden bereits 136 Kommunen unterstützt und fast 300.000 Quadratmeter Grünflächen naturnah umgestaltet. Viele Städte und Gemeinden haben darüber hinaus weitere Flächen in Eigenregie aufgewertet.

Natur nah dran 2027: Bewerbung bis 15. Januar

Über die Auswahl der zehn zusätzlichen Kommunen entscheidet Anfang 2027 eine Jury aus Vertretern der kommunalen Landesverbände, des Umweltministeriums und des NABU.

Für Interessierte bietet der NABU am 11. November 2026 von 14 bis 15.30 Uhr sowie am 1. Dezember von 10 bis 11.30 Uhr Online-Sprechstunden zum Bewerbungsverfahren an. Eine Anmeldung ist über die Bewerbungssprechstunde des NABU möglich.

Ausführliche Informationen zur Förderung und zum Bewerbungsverfahren bietet das Umweltministerium Baden-Württemberg. Fragen beantwortet außerdem das NABU-Projektteam unter naturnahdran@nabu-bw.de.