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Kleine Kommunen punkten mit Gründungsförderung

Albstadt, Wiesloch und ein Verbund aus sechs kleineren Gemeinden stehen im Landesfinale von Start-up BW Local. Ihre Auswahl zeigt: Auch abseits der Großstädte können Kommunen mit passgenauen Konzepten für Gründungen und Unternehmensnachfolgen überzeugen.

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat 23 Kommunen und Kommunalverbünde mit dem Prädikat „Gründungsfreundliche Kommune 2026/2027“ ausgezeichnet. Der Landeswettbewerb Start-up BW Local würdigt Konzepte, die Gründungen erleichtern und die lokale Wirtschaft stärken sollen.

Eine eigene Kategorie richtet sich an kleinere Gemeinden und Verbünde mit bis zu 85.000 Einwohnern. Ausgezeichnet wurden Albstadt, Böblingen, Eppelheim, Fellbach, Freudenstadt, Leinfelden-Echterdingen und Wiesloch. Hinzu kommt ein gemeinsamer Antrag der Gemeinden Salach, Deggingen, Schlat, Kuchen, Albershausen und Schlierbach. Gerade dieser Verbund zeigt, wie kleinere Kommunen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam gründungsfreundliche Strukturen schaffen können.

Die Konzepte reichen von ersten Schritten beim Aufbau einer lokalen Gründungsförderung bis zur Weiterentwicklung bereits etablierter Angebote. Entscheidend waren für die Jury unter anderem der tatsächliche Bedarf vor Ort, die Ansprache der Zielgruppen sowie die Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit der Vorhaben. Die kommunalen Wirtschaftsförderungen wurden bereits bei der Ausarbeitung ihrer Konzepte durch das Land unterstützt.

Kleine und mittlere Kommunen im Finale

Albstadt, Wiesloch und der Verbund aus den sechs Gemeinden haben das Landesfinale in der Kategorie der kleineren Kommunen erreicht. Sie treten am 23. November in Stuttgart gegeneinander an. Das Fachpublikum vergibt dort Preisgelder von 5.000, 7.500 und 10.000 Euro, mit denen geplante Maßnahmen umgesetzt werden können.

Auch die Unternehmensnachfolge bildet erstmals eine eigene Wettbewerbskategorie. Zu den Finalisten gehört die Gründungs- und Nachfolgeinitiative Neckar-Eschach, hinter der Niedereschach, Dauchingen und Deißlingen stehen. Das Beispiel macht deutlich, dass interkommunale Zusammenarbeit nicht nur neue Gründungen fördern, sondern auch beim Generationenwechsel in bestehenden Betrieben helfen kann.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut betonte, Gründerinnen und Gründer brächten neue Ideen in Städte und Gemeinden, schafften Arbeitsplätze und stärkten die regionale Wirtschaft. Der Wettbewerb wird seit 2018 alle zwei Jahre gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden, dem Industrie- und Handelskammertag sowie Handwerk BW organisiert.