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Neue Taskforce soll Ausbauzeit halbieren

Behörden, Netzbetreiber und Verbände sollen gemeinsam Hindernisse beim Netzausbau beseitigen. Neben schnelleren Genehmigungen geht es um Flächen für Umspannwerke und die Finanzierung kommunaler Energieversorger.

Die Landesregierung hat eine Taskforce zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus eingesetzt. Die Arbeitsgruppe hat zwei Jahre Zeit, um konkrete Verbesserungen zu entwickeln. Energieministerin Thekla Walker kündigte an, die Ergebnisse anschließend in ein Netzausbaubeschleunigungsgesetz zu überführen.

Ziel ist, die Dauer von Planung und Ausbau von bislang etwa zehn auf fünf Jahre zu reduzieren. Ansatzpunkte sind vereinfachte Genehmigungsverfahren und eine stärkere Digitalisierung. Bislang kann selbst der Austausch eines Strommasts am selben Standort ein vollständiges Genehmigungsverfahren erfordern.

Netzkapazitäten werden zum Standortfaktor

Nach Angaben der Landesregierung stoßen die bestehenden Netze mancherorts bereits an ihre Belastungsgrenzen, etwa in Mittelbaden. Dadurch könnten auch Ansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen erschwert werden. Gleichzeitig wächst der Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektroautos und die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien.

Neben schnelleren Verfahren benötigt der Ausbau geeignete Flächen für Umspannwerke und zusätzliche Finanzmittel. Die Stromnetze werden bislang über Netzentgelte finanziert. Diese Regelungen seien jedoch vor allem auf den Betrieb bestehender Netze und weniger auf deren starkes Wachstum ausgerichtet.

Auch die Kommunen spielen bei der Finanzierung eine Rolle. Der Koalitionsvertrag sieht vor, ihren Kreditrahmen zu erweitern. Dadurch könnten Städte und Gemeinden ihren kommunalen Energieversorgern zusätzliches Eigenkapital für Investitionen in die Netze bereitstellen.