Cyberdome soll Deutschland besser vor Angriffen schützen
Die Bundesregierung treibt den Aufbau eines sogenannten Cyberdomes voran. Dahinter verbirgt sich eine nationale Schutz-Infrastruktur, die Cyberangriffe künftig schneller erkennen, analysieren und abwehren soll. Federführend beteiligt ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das derzeit gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium ein Realisierungskonzept erarbeitet.
Ziel ist ein gemeinsames Frühwarnsystem für staatliche Einrichtungen, Betreiber kritischer Infrastrukturen, Unternehmen und weitere freiwillig teilnehmende Organisationen. Erkenntnisse über Angriffe sollen künftig nahezu in Echtzeit ausgewertet und den beteiligten Akteuren automatisiert zur Verfügung gestellt werden. Dadurch sollen Bedrohungen schneller erkannt und Schutzmaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können.
Kommunen werden einbezogen
Der Cyberdome basiert auf drei Bausteinen: einer erweiterten Sensorik zur Erkennung von Angriffen und Schwachstellen, einem Analyseverbund zur Auswertung der gewonnenen Informationen sowie einem offenen technischen Ökosystem mit einheitlichen Schnittstellen. Dadurch sollen auch Wirtschaft, Wissenschaft und weitere Partner eigene Sicherheitslösungen einbinden und die bereitgestellten Informationen nutzen können.
Für Städte und Gemeinden ist das Vorhaben ebenfalls von Bedeutung. Bereits seit März 2026 läuft eine Kooperation mit den öffentlichen IT-Dienstleistern von Ländern und Kommunen zum Ausbau der Datensensorik. Ziel ist es, Erkenntnisse über Cyberangriffe schneller auszutauschen und die Widerstandsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung insgesamt zu stärken.
Das vollständige Realisierungskonzept soll bis Ende 2026 vorliegen. Der Cyberdome ist als mehrjähriges Vorhaben angelegt und soll bestehende Sicherheitsstrukturen des Bundes, der Länder und weiterer Partner schrittweise miteinander vernetzen und ausbauen.